Für eine gerechte und zukunftsfähige Region: Zusammenhalt und Gerechtigkeit stärken
Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: soziale Ungleichheit, die Klimakrise, Krieg und Migration prägen die Gegenwart. Doch die Wurzeln vieler dieser Probleme liegen in einer grundlegenden Ungerechtigkeit – der ungleichen Verteilung von Reichtum, Macht und Ressourcen. Während wenige Menschen in unfassbarem Überfluss leben, kämpfen Millionen um ein Leben in Würde. Diese Ungerechtigkeit betrifft uns alle, auch hier in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Landkreis Rostock.
Ein gerechtes Verteilungssystem ist der Schlüssel zu mehr sozialer Sicherheit. Niemand soll in Altersarmut leben oder von der Hand in den Mund arbeiten müssen, während Milliardäre steuerfrei erben und Konzerne Milliarden durch Steuertricks sparen. Wenn wir Reichtum und Verantwortung fairer verteilen, schaffen wir die Grundlage für bessere Kitas, Schulen, Gesundheitsversorgung und Pflege. So können unsere Städte und Gemeinden ein Ort sein, an dem jede und jeder sicher und gut leben kann.
Die ungerechte Verteilung von Ressourcen lähmt auch die Wirtschaft. Während einige wenige riesige Gewinne abschöpfen, fehlen Investitionen in Zukunftsprojekte, nachhaltige Energie und regionale Wertschöpfung. Doch eine Wirtschaft, die allen dient, kann Arbeitsplätze sichern, die Energiewende in Bürgerhand vorantreiben und den Lebensstandard in unserer Region verbessern. Mit einem konsequenten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, fairen Arbeitsbedingungen und der Förderung kleiner und mittelständischer Betriebe können wir echte Perspektiven schaffen.
Die Klimakrise ist ein Ausdruck globaler Ungerechtigkeit: Diejenigen, die am meisten verursachen, sind oft die, die am wenigsten unter den Folgen leiden. Doch die Kosten der Klimapolitik dürfen nicht auf die Schultern derer abgewälzt werden, die ohnehin wenig haben. Die Rettung unserer Moore, Wälder und Seen ist nicht nur ökologisch geboten, sondern kann zugleich neue Arbeitsplätze schaffen und die regionale Wirtschaft stärken. Erneuerbare Energien in Bürgerhand und ein nachhaltiger Tourismus sind konkrete Chancen, die unsere Region ergreifen kann.
Auch Frieden und Migration sind untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit verbunden. Solange Aktionäre von Waffenexporten profitieren und Staaten in Krisenregionen destabilisiert werden, bleiben Menschenrechte und Sicherheit auf der Strecke. Statt Milliarden für Rüstung auszugeben, müssen wir in Diplomatie, Entwicklung und den Schutz der Zivilbevölkerung investieren. Migration gelingt nur, wenn Kommunen hier vor Ort gestärkt werden, damit Fachkräfte gebraucht und willkommen sind, und gleichzeitig die Ursachen von Flucht – wie Armut und Konflikte – weltweit bekämpft werden.
Unsere Region hat das Potenzial, ein Vorbild zu sein: für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und wirtschaftliche Chancen, die allen zugutekommen. Die Veränderungen, die wir brauchen, werden wir nur gemeinsam erreichen. Eine gerechtere Zukunft ist möglich – für die Menschen in unserer Region und weit darüber hinaus.
1. Glaubwürdigkeit und Transparenz
Politik muss von Menschen gemacht werden, die wissen, was es heißt, zu arbeiten und Verantwortung zu tragen. Menschen, die Mieterhöhungen spüren, bei steigenden Strompreisen schlucken, ihre Kinder in die Kita oder Schule bringen und vielleicht Angehörige zu Hause pflegen. Nicht von abgehobenen Millionären, Berufspolitikern oder Karrieristen! Ich stehe für eine ehrliche und nachvollziehbare Politik, die zurück ins Leben der Menschen passt. Es braucht klare Regeln: Nebeneinkünfte offenlegen, überhöhte Gehälter abschaffen und Mandate begrenzen. Politik muss nahbar sein – und sie muss den Menschen dienen!
- Nebeneinkünfte offenlegen und ein striktes Lobbyregister einführen.
- Gehälter und Privilegien für Abgeordnete begrenzen. Abgeordnete sollen in die Rentenkasse einzahlen und Rechenschaft über ihre Kosten ablegen, so wie Menschen in der Wissenschaft oder Projektarbeit.
- Mandate zeitlich befristen, um Machtkonzentration zu verhindern.
2. Starke Kommunen und ein handlungsfähiger Staat
Aus der Kommunalpolitik weiß ich: Unsere Städte und Gemeinden arbeiten am Limit. Sie stemmen mit knappen Mitteln Schulen, Kitas, Infrastruktur und sozialen Wohnungsbau, während die finanzielle Decke immer dünner wird. Gleichzeitig fließen Milliarden ungenutzt an Vermögende: Rund 400 Milliarden Euro werden jährlich in Deutschland vererbt, 98 % davon im Westen. Nur ein Bruchteil dieser Erbschaften wird besteuert – dank zahlreicher Schlupflöcher. Währenddessen leiden viele Alleinerziehende mit mehreren Jobs, kämpfen Rentner*innen trotz 40 Jahren Arbeit mit Altersarmut, und jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Es reicht! Die Kommunen brauchen endlich finanzielle Stärkung, damit sie das Rückgrat unserer Gesellschaft bleiben können.
- Reform der Schuldenbremse, um Kommunen finanziell zu stärken.
- Vermögen gerecht besteuern und Steuerflucht konsequent bekämpfen.
- Sondervermögen für Schulen, Kitas und soziale Infrastruktur auflegen.
- Keine Gewinne aus Daseinsvorsorge wie Wohnraum und Gesundheit zulassen.
3. Sichere Arbeit und faire Löhne
Während Boni und Dividenden in schwindelerregende Höhen steigen, wissen viele Menschen in unserer Region nicht, wie sie ihre Miete oder Stromrechnung zahlen sollen. Niedrige Löhne und befristete Jobs machen das Leben für viele hier zur ständigen Sorge. Gleichzeitig gibt es in Deutschland fast 900.000 Privatiers, die gar nicht arbeiten, sondern allein von ihrem Vermögen und der Arbeit anderer leben. Das zeigt: Das Geld ist da – aber es wird ungerecht verteilt. Arbeit muss Perspektiven und Sicherheit bieten. Löhne müssen steigen, Reichtum konsequent besteuert werden, und die gesetzliche Rente darf nicht der Spekulation überlassen werden. Alle Menschen, auch Abgeordnete und Beamte, müssen wie in Österreich solidarisch in die Rentenkasse einzahlen, um sie für kommende Generationen zu sichern.
- Mindestlohn auf 15 Euro erhöhen.
- Leiharbeit abschaffen und befristete Arbeitsverträge massiv einschränken.
- Gesetzliche Rente solidarisch absichern, alle Berufsgruppen einbeziehen.
4. Bezahlbare Mobilität für alle
Ich nutze das Deutschlandticket regelmäßig, um mit dem Bus zur Arbeit zu fahren. Dadurch konnten wir als Familie auf ein zweites Auto verzichten und sparen jeden Monat Geld für Steuern, Benzin und Versicherung. Diese Entlastung gibt uns Luft im Alltag, aber das reicht nicht. In der Mecklenburgischen Seenplatte und im Landkreis Rostock muss der Nahverkehr massiv ausgebaut werden, damit Mobilität kein Luxus wird. Alle Menschen – auch in abgelegenen Dörfern – müssen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeitsplätzen haben. Mein Ziel ist ein kostenloser ÖPNV, der Klima und Menschen gleichermaßen entlastet.
- Kostenloser Nahverkehr als langfristiges Ziel; Deutschlandticket weiter fördern.
- Massiver Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen in ländlichen Regionen.
- Subventionen für klimaschädliche Technologien wie das Dienstwagenprivileg abschaffen.
5. Innovation und Zukunftstechnologien
Deutschland war und ist ein Land der Wissenschaft und Innovation – das gilt historisch wie aktuell. Doch die Herausforderungen der Gegenwart verlangen mehr als nur technologischen Fortschritt: Es braucht einen Wandel, der sozial gerecht und nachhaltig gestaltet wird. Die Welt steht vor enormen Aufgaben, und Deutschland hat das Potenzial, mit klugen Köpfen und neuen Technologien eine Schlüsselrolle zu spielen.
Viele Politiker*innen haben keinen Bezug zur Wertschöpfung. Das Spitzenpersonal stammt oft aus politischer Karriereplanung, nicht aus Forschung, Wissenschaft oder der Arbeitswelt. Sie setzen auf Profitinteressen, die Fortschritt blockieren und die technologische Transformation dem kurzfristigen Gewinnstreben unterordnen. Das gefährdet unsere Zukunft.
Internationale Indikatoren wie der Global Innovation Index und Daten von IWF und OECD zeigen deutlich: Soziale Ungerechtigkeit bremst Wachstum, die Schuldenbremse verhindert Investitionen, und Bürokratie sowie mangelnde Digitalisierung lähmen die Innovationskraft. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel so gravierend, dass nur noch Einwanderung Abhilfe schaffen kann. Schulen und Kitas geraten massiv ins Hintertreffen, der Lehrkräftemangel gefährdet unseren Wohlstand und die Grundlage für Innovationen.
- Reform der Schuldenbremse: Investitionen in Forschung, Bildung und Digitalisierung ermöglichen.
- Flächendeckender Ausbau der digitalen Infrastruktur – Glasfaser, 5G und digitale Verwaltung.
- Massiv in Schulen, Kitas und Universitäten investieren, um den Lehrkräftemangel zu bekämpfen.
- Öffentliche Forschungsprogramme fördern, die dem Gemeinwohl und nicht dem Profitstreben dienen.
- Bürokratie abbauen, damit Wissenschaft und Wirtschaft sich auf Innovationen konzentrieren können.
- Eine Einwanderungspolitik gestalten, die Fachkräfte fair willkommen heißt und echte Chancen bietet.
6. Soziale und ökologische Transformation
Die Klimakrise ist das Ergebnis eines fossilen Kapitalismus, der von den Superreichen getrieben wird. Die fossile Lobby darf in keinem Kompromiss geschont oder berücksichtigt werden – sie gehört überwunden. Der Weltklimarat ist glasklar: Ungerechtigkeit bekämpfen, fossilen Kapitalismus abschaffen, internationale Zusammenarbeit stärken und sozial gerechte Transformation als echte Chance begreifen. Profitinteressen und der freie Markt lösen dieses Problem nicht – klare Regeln, hartes Durchgreifen und demokratische Kontrolle sind der Schlüssel. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gehören zusammen – und nur so wird die Transformation ein Erfolg für alle.
- Ausbau erneuerbarer Energien in Bürgerhand fördern.
- Soziale Garantien wie Energiepreisdeckel und Mieterschutz sicherstellen.
- Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und nachhaltig gestalten.
7. Sicherheit und Zusammenhalt
Echte Sicherheit entsteht durch stabile Lebensverhältnisse: sichere Jobs, faire Löhne und Perspektiven. Soziale Sicherheit gibt Menschen Halt und stärkt die Gesellschaft. Verbrechen lassen sich wirksam bekämpfen, indem man präventive Maßnahmen, soziale Absicherung und die Zivilgesellschaft stärkt – nicht durch pauschalen Generalverdacht. Anlasslose Überwachung schränkt Grundrechte ein und schafft neue Sicherheitsrisiken. Gesammelte Daten werden zu potenziellen Zielen für Spionage, Sabotage oder Missbrauch. Zudem erfordert Massenüberwachung Sicherheitslücken, Hintertüren und eine Schwächung von Verschlüsselung – mit gravierenden Folgen für Unternehmen, Behörden und die Gesellschaft. Wer echte Sicherheit will, muss Sicherheitslücken konsequent schließen, Verschlüsselung stärken und die Abwehrfähigkeit von Unternehmen und Behörden ausbauen. Statt Grundrechte und Datenschutz zu opfern, müssen wir Prävention und Schutz in den Mittelpunkt stellen. Sicherheit entsteht durch Vorsorge, soziale Stabilität und den entschlossenen Schutz vor Missbrauch – nicht durch Überwachung.
- Keine anlasslose Massenüberwachung, stattdessen gezielte Kriminalitätsprävention.
- Cybersicherheit ausbauen, insbesondere für kleine Unternehmen.
- Mehr Investitionen in Präventionsarbeit und soziale Hilfsangebote.
8. Verbot von Waffenexporten
"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland" – Paul Celan
Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure der Welt – und das mit katastrophalen Folgen. Technologie, die in Deutschland erforscht, entwickelt oder sogar hergestellt wurde, findet seinen Weg in diverse Konflikte. Sogar die russische Armee setzt Waffensysteme basierend auf deutscher Technologie in ihrem verbrecherischen Krieg gegen die Ukraine ein, oft gegen Zivilisten und sogar Krankenhäuser. Unter diesen Umständen untergraben deutsche Rüstungsexporte und der Tranfer von Technologien unsere Sicherheitsinteressen auf besorgniserregende Weise. Milliarden aus dem sogenannten „Sondervermögen“ fließen an Aktionäre von Konzernen, anstatt echte Sicherheit zu schaffen. Währenddessen ist die Bundeswehr in hohem Maße von genau diesen Konzernen bei Wartung, Instandsetzung und Ausbildung abhängig. Waffenexporte in Kriegsgebiete und an autoritäre Regime müssen gestoppt werden. Die Rüstungsindustrie gehört verstaatlicht und demokratisch kontrolliert – für Sicherheit und Schutz, nicht für Profit.
- Waffenexporte und Technologietransfers in Kriegsgebiete und autoritäre Staaten konsequent verbieten.
- Die Rüstungsindustrie verstaatlichen und unter demokratische Kontrolle stellen.
- Freiwerdende Kapazitäten durch das Waffenexportverbot in nachhaltige Technologien investieren.
- Milliarden aus dem „Sondervermögen“ in zivile Sicherheit, Konfliktprävention und nachhaltige Entwicklung umlenken.
- Den Einfluss privater Akteure auf staatliche Souveränität eindämmen und demokratische Kontrolle stärken.
9. Frieden und Diplomatie
Die Kriege in der Ukraine und Nahost zeigen: Die Welt braucht mehr Diplomatie und weniger Waffen. Statt Milliarden in neue Marschflugkörper zu stecken, sollten wir darüber sprechen, wie wir langfristig Frieden sichern können. Deutschland hat die Chance, eine führende Rolle für friedliche Konfliktlösungen einzunehmen – basierend auf dem Völkerrecht und dem Schutz der Zivilbevölkerung. Diplomatie statt Eskalation muss unser Weg sein!
- Friedensverhandlungen fördern, statt auf weitere Aufrüstung zu setzen.
- Ein klares Bekenntnis zum Völkerrecht und zum Schutz der Zivilbevölkerung.
- Investitionen in zivile Konfliktprävention und Diplomatie erhöhen.
**Zusammen stehen wir für eine Region, die sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und zukunftsfähig ist.